Parodontitis (Parodontose)

Tätigkeitsschwerpunkt Parodontologie seit 1988

Entzündlichen Veränderungen an den Zähnen werden allgemein als Parodontose (richtiger Ausdruck Parodontitis) bezeichnet.

Mehrere Faktoren sind für die Parodontitis verantwortlich. Ursachen sind zum Beispiel eine genetische Veranlagung, rauchen, unzureichende Mundhygiene und aggressive Bakterien. Da die Erkrankung oftmals chronisch verläuft, wird sie oftmals vom Patienten nicht wahrgenommen und daher in vielen Fällen gar nicht oder viel zu spät behandelt.

Im Krankheitsverlauf bilden sich zunächst zirklulär an den Zähnen entzündliche Taschen später erfolgt dann der Abbau des Knochens. Wenn die Behandlung in einem frühen Stadium beginnt, kann der Rückgang des Kieferknochen verhindert werden. Die Prognose ist sehr gut.

Bei weit fortgeschrittenen Fällen ist eine komplette Wiederherstellung des Zahnhalteapparates nicht mehr möglich. Die Parodontitis muß in diesen Fällen unmittelbar behandelt werden, um den vorzeitigen Verlust der Zähne zu verhindern. Auch hier ist zumindest ein Stillstand der Erkrankung wahrscheinlich. Eine Neubildung des Kieferknochens ist jedoch nur noch zum Teil möglich.

Behandlung:

  1. 1. Professionelle Zahnreinigung
  2. 2. Hinweise zur Optimierung der häuslichen Zahnpflege
  3. 3. Feststellung der Ursache und des Schweregrades: durch u.a. Erhebung des Parodontalen Screening Index, Taschentiefenmessung, Bakterientest, der die parodontalen Leitkeime identifiziert.
  4. 4. Intensive Reinigung der Wurzeloberflächen und ggf. Einsatz von knochenaufbauenden Materialien
  5. 5. Falls erforderlich Antibiotika, wenn zuvor aggressive Bakterienstämme identifiziert wurden
  6. 6. Kontrolle: Nun sollte das Zahnfleisch wieder entzündungsfrei sein
  7. 7. Nachsorge (Erhaltungstherapie) Recall: Regelmäßige Kontrollen verhindern den erneuten Ausbruch der Entzündung. Am Anfang sind diese Kontrollen mit ggf. Reinigungen alle drei bis fünf Monate erforderlich